Schicksal

Der Urdbrunnen

Der Urdbrunnen ist der Ort, an dem die Nornen Urd, Werdandi und Skuld das Schicksalstuch weben.

Dieses Schicksal ist für alle bindend, auch die Götter sind daran gebunden: Sie sind also mächtig, aber nicht allmächtig.

Das Bild des „Schicksalstuchs“ enthält eventuell noch weitere Aspekte:

  • Es gibt unverrückbare Knotenpunkte („feststehendes Schicksal“)
  • Innerhalb dieser Knoten gibt es aufgespannte Flächen, in denen man sich wohl frei bewegen kann („Entscheidungsfreiheit“).
  • Alle Punkte sind mit allen anderen Punkten verbunden („kosmologische Einheit“).

„Ich weiß eine Esche,
Yggdrasil heißt sie,
die hohe, getränkt
mit weißen Wassern;
von dorther fällt
der Tau in die Tale,
stets steht sie grün
überm Brunnen der Urd.“

Die Weissagung der Seherin, 19